Allgemeinarztpraxis
Dr. med. Hannes Giffel

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Tipps, wie Sie sich gegen Zecken schützen

Ein Ausflug in die freie Natur ist ein wunderbares Erlebnis. Dabei können keine Plagegeister aber gefährliche Krankheiten übertragen. Mit am Gefährlichsten sind die Zecken.

So können Sie gefährliche Infektionen durch Zeckenstich verhindern:

  1. Kennen Sie die Risikogebiete und betreten Sie sie vorsichtig!
    Hauptverbreitungsgebiet der Zecken ist Süddeutschland mit Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Zecken fühlen sich am wohlsten in einer feuchten Umgebung, also in der Nähe von Bächen, auf feuchten Wiesen, im kniehohen Gras und in schattigen Wäldern. Zecken warten dort auf einen Wirt und beißen sich an ihm fest, wenn Wärme und Geruch verraten, dass hier ein lohnendes „Opfer“ des Weges kommt. Dass Zecken sich von Bäumen fallen lassen stimmt dagegen nicht.
  2. Die richtige Kleidung ist ein unverzichtbarer Schutz
    Wenn Sie in die Natur gehen, tragen Sie am besten lange Hosen, ein langärmeliges Hemd oder eine Jacke. Hohe Schuhe sind eine zusätzliche Hürde für die Tiere. Zusätzlich können Sie mit einem Gummiring um die Hosenbeine verhindern, dass eine Zecke den Weg zu Ihrer Haut findet. Trotzdem sollten Sie sich nach dem Ausflug in die Natur nach Ihrer Heimkehr gründlich absuchen. Zecken stechen bevorzugt am Haaransatz, Achselgegend, Kniekehlen oder Leistenregion.
  3. Chemische Mittel zu Zeckenabwehr
    Die Substanz DEET (Diethyltoluamid) ist ein zuverlässiger Schutz gegen eine Vielzahl von Insekten,. u. a. auch gegen Zecken. Es gibt sie in unterschiedlichen Konzentrationen von 10 bis 50 Prozent. Die Dauer der Wirkung wächst mit der Konzentration. DEET kann allerdings Allergien auslösen und sollte daher Kindern nur in der Dosierung von 10 % verabreicht werden. Eine Alternative ist der Wirkstoff Bayrepel, der auch für Kinder ab 2 Jahren zugelaassen ist.
  4. Was tun, wenn die Zecke trotzdem gestochen hat?
    Hier ist wichtig, das Tier möglichst schnell wieder loszuwerden. Verzichten Sie dabei auf die
    bekannten aber wenig wirksamen oder sogar gefährlichen „Hausmittelchen“ wie Alkohol,
    Klebstoff, Öl, Nagellack oder ähnliche Dinge. Diese töten zwar die Zecke ab, in ihrem
    Todeskampf sondert die Zecke noch mehr ihrer keimbelasteten Säfte ab, so dass sich
    das Infektionsrisiko nochmals erhöht. Empfehlenswert sind sog. „Zeckenzangen“, die
    das Tier aus der aus Haut heraushebeln. Man erhält sie auch im Kreditkartenformat,
    praktischerweise mit der Anleitung gleich aufgedruckt.
  5. Impfungen Zecken Krankheiten
    Es gibt 2 gefährliche Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können: Die FSME (Frühsommermelingoenzephalitis) und die Borreliose. Erstere ist eine Virusinfektion und es existiert eine Schutzimpfung. Diese ist empfehlenswert für Menschen in Risikogebieten und die sich  oft in der freien Natur aufhalten wie z. B. Jäger oder Hundebesitzer. Eine Impfberatung erhgaltenen Sie bei Ihrem Arzt.

Gegen die Borreliose, eine Bakterieninfektion, existiert keine Impfung. Hier helfen nur die vorher
genannten Hinweise zur Vermeidung eines Zeckenstiches. Sollten Sie dennoch von einer
Zecke gestochen worden sein, beobachten Sie die Stelle über mehrere Tage genau. Bildet
sich dort ein roter Hof und/oder treten grippeähnliche Symptome auf, konsultieren Sie
schnellstens Ihren Arzt! Er stellt die Diagnose und gibt Ihnen die richtige Behandlung.

 

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu FSME, insbesondere auch eine Karte, in der FSME-Risikogebiete visualisiert sind:

http://www.zecken.de/de/fsme/fsme-deutschland